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Zur Frage des synthetischen Mullits

ISBN/ASIN: 9783663041627,9783663056089 | 1964 | German | pdf | 78/74 pages | 1.61 Mb
Publisher: VS Verlag für Sozialwissenschaften | Author: Dr.-Ing. Kamillo Konopicky, Dr.-Ing. Wilhelm Lohre, Gerald Routschka (auth.) | Edition: 1

Nach den heutigen Erkenntnissen ist der Mullit die einzige Verbindung im System Si02-AbOs, die bis zu einer Temperatur von ca. 181O°C beständig ist. Da etwa % aller feuerfesten Steine eine alumosilikatische Ausgangsbasis haben, ist der Mullit im Bereich der Feuerfest-Technologie von überragender Bedeutung. Die ersten Untersuchungen über die Struktur des Mullits wurden von TAYLOR [1] durchgeführt. Mullit kristallisiert rhombisch-bipyramidal und hat die Raumgruppe D~:, ebenso wie der Sillimanit, mit dem er früher oft fälschlicherweise identifiziert wurde. Untersuchungen von H. SCHOLZE [2] haben die Richtigkeit der TAYLOR­ sehen Ergebnisse bestätigt und eindeutige Identifizierungsmöglichkeiten aufge­ zeigt. Die bisherigen Erkenntnisse über Mullit, seine Struktur und Bildung wurden von J. GROFCSIK [3] an Hand der Literatur bis 1959 zusammenfassend dargestellt. Die Kenntnis der Struktur des Mullits und die Verwandtschaft mit der Struktur des Sillimanits haben sich in jüngster Zeit beträchtlich erweitert [4], [5]. Bereits vor längerer Zeit nahmen W. EITEL, H. MARK, K. ROSBAUD, E. KORDES und K. SCHLOSSMACHER [6] an, daß im System Si02-AbOs Mischkristalle vor­ liegen müßten. Diese Vermutung lag vor allem deshalb nahe, weil die Betrachtung der Gitterparameter von Sillimanit einerseits und von stöchiometrischen und nichtstöchiometrischen Mulliten andererseits auf eine Kontinuität schließen ließ. Auch E. C. SHEARS und W. A. ARCHIBALD [7] vertraten die Ansicht, daß im Bereich der Mullitzusammensetzung ein Mischkristallgebiet vorhanden sein müßte.

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