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Zweckrationalität und Strafrecht: Argumente für ein tatbezogenes Maßnahmerecht

ISBN/ASIN: 9783531118079,9783663015048 | 1987 | German | pdf | 308/303 pages | 5.95 Mb
Publisher: VS Verlag für Sozialwissenschaften | Author: Michael Baurmann (auth.) | Edition: 1

Es gibt in der Strafrechtswissenschaft die Tradition und auch vielleicht die Notwendigkeit, bestimmte Fragestellungen und Probleme mit Hilfe anderer Disziplinen zu bearbeiten und zu lösen. Das nützt der Rechtswissenschaft, er­ möglicht aber auch diesen anderen Disziplinen einen Zugang zur Praxis und praktischen Wirksamkeit, den viele von ihnen sonst kaum erhalten könnte- das gilt insbesondere für philosophische Theorien. Ich möchte hier versuchen, an diese Tradition anzuknüpfen und werde im folgenden einige Schnittpunkte der Strafrechtswissenschaft mit Themen der Philosophie und Sozialwissen­ schaft zum Gegenstand der Untersuchung machen. In diesem Zusammenhang geht es mir auch um den Nachweis, daß die modernen Ansätze in der analytisch orientierten Sozialphilosophie und Ethik nicht zwangsläufig sozialtechnologi­ sche und behavioristische Konzeptionen favorisieren müssen und daß Argu­ mente für Freiheit und Gerechtigkeit keine Domäne der traditionellen Philo­ sophie sind, die vor allem in der deutschen Rechtswissenschaft oft immer noch als einzige Partnerin akzeptiert wird. Der Versuch, interdisziplinär zu arbeiten, ist von zahlreichen Gefahren be­ droht, eine davon hängt zusammen mit der ungemütlichen Alternative, entwe­ der von den Vertretern der jeweiligen Einzeldisziplin den Vorwurf zu hören, man habe sich in ihrem Fach nur dilettantisch und amateurhaft bewegt oder aber – wenn man diesem Vorwurf glücklich entgangen sein sollte – auf Ver­ ständnislosigkeit und Langeweile zu stoßen, wenn die jeweils fremde Thema­ tik behandelt wird. Nun kann man zwar nicht beiden Alternativen entgehen, aber man hat eine faire Chance, von beiden betroffen zu werden.

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